Shiri Bibas – Terroropfer der Hamas

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Zur Person

  • Geburtsdatum: 1991
  • Geburtsort:
  • Sterbedatum: 01.11.2023
  • Sterbeort:
  • Staatsbürgerschaften: -

Biografie

Shiri Bibas

Shiri Bibas war eine junge Mutter aus dem Kibbuz Nir Oz im Süden Israels. Sie lebte dort mit ihrem Ehemann Yarden Bibas und ihren beiden Söhnen Ariel und Kfir. Ariel war vier Jahre alt, Kfir erst neun Monate.

Am 7. Oktober 2023 wurde Shiri Bibas während des von der Hamas angeführten Angriffs auf Israel zusammen mit ihren beiden Kindern entführt. Terroristen drangen in das Zuhause der Familie im Kibbuz Nir Oz ein. Ihr Ehemann Yarden wurde getrennt von ihnen verschleppt und ebenfalls als Geisel nach Gaza gebracht.

Während der Entführung entstanden Bilder von Shiri, auf denen sie ihre beiden Söhne eng an sich drückt. Besonders das Bild, auf dem sie Ariel und Kfir während ihrer Verschleppung festhält, ging weltweit um. Es wurde später zu einem Symbol für das Schicksal der Geiseln und ihrer Familien.

Shiri und ihre beiden Kinder wurden mehr als ein Jahr lang als Geiseln gehalten. Während dieser Zeit wurde die Familie Bibas nach israelischer Darstellung wiederholt für Propaganda und psychologische Kriegsführung eingesetzt. Ihr Schicksal sorgte weltweit für Aufmerksamkeit und machte die Familie zu einem der bekanntesten Symbole der Geiselnahmen nach dem 7. Oktober.

Yarden Bibas wurde am 1. Februar 2025 nach 484 Tagen Geiselhaft freigelassen. Zu diesem Zeitpunkt wusste er bereits, dass seine Frau und seine Kinder nicht lebend zurückkehren würden. Für ihn bedeutete die Rückkehr deshalb nicht die Wiedervereinigung mit seiner Familie, sondern die Konfrontation mit einem schweren Verlust.

Am 20. Februar 2025 wurden die sterblichen Überreste von Ariel und Kfir Bibas nach Israel überführt und identifiziert. Nach israelischen forensischen Untersuchungen waren die beiden Kinder bereits im November 2023 während ihrer Gefangenschaft getötet worden. Israel erklärte, sie seien nicht durch einen Luftangriff ums Leben gekommen, sondern von ihren Entführern getötet worden.

Shiris Leichnam wurde bei der ersten Übergabe nicht zurückgegeben. Nach israelischen Angaben übergab Hamas stattdessen die Leiche einer anderen, nicht identifizierten Frau. Dies wurde von Israel als bewusste Täuschung und als Verstoß gegen die Vereinbarung über die Rückgabe der Geiseln bezeichnet.

Am 22. Februar 2025 wurden schließlich auch Shiris sterbliche Überreste nach Israel überführt und identifiziert. Damit konnte ihre Familie sie nach mehr als 16 Monaten der Ungewissheit endgültig bestatten.

Shiri Bibas hinterließ ihren Ehemann und ihre beiden kleinen Kinder, die sie nicht mehr aufwachsen sehen konnte. Ihr Schicksal wurde zu einem der bekanntesten Fälle im Zusammenhang mit den Geiselnahmen vom 7. Oktober 2023. Besonders die Bilder von Shiri mit ihren Kindern machten weltweit sichtbar, welches menschliche Leid hinter den Zahlen der Geiselnahmen stand.

Für ihren Ehemann Yarden bleibt Shiri nicht nur als Symbol des 7. Oktobers in Erinnerung, sondern vor allem als seine Ehefrau und als Mutter seiner Kinder. Gemeinsam mit Ariel und Kfir wurde sie zu einem Symbol für die Familien, deren Leben durch den Angriff und die anschließende Geiselnahme zerstört wurde.

https://www.juedische-allgemeine.de/israel/verzeih-dass-ich-dich-in-eine-grausame-welt-brachte/

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