Sofie Mosbacher – sozial engagierte Jüdin aus Kronach

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Zur Person

  • Geburtsdatum: 25.07.1875
  • Geburtsort: Bamberg
  • Sterbedatum: 13.02.1943
  • Sterbeort: Theresienstadt
  • Staatsbürgerschaften: -

Biografie

Das Ehepaar Sofie und Josef Mosbacher gehörte zu den angesehenen jüdischen Familien Kronachs.

Sofie Mosbacher wurde als Sofie Koburger, Tochter des jüdischen Kaufmanns Abraham (später Adolf) und Babette Koburger (geb.Gutherz), 25.07.1875 in Bamberg geboren. Sie hat sowohl einen Bruder Dr. Julius Koburger welcher am 24.04.1974 in Bamberg geboren wurde, sowie eine Schwester Cornelia (Nelli) Koburger (später Ehrlich) welche am 27.05.1877 ebenfalls in Bamberg geboren wurde. Sofie engagierte sich über viele Jahre im gesellschaftlichen Leben der Stadt. Am 19. Juni 1898 heiratete sie Josef Mosbacher und zog nach Kronach.

Ihr Mann Josef Mosbacher war Kaufmann und Mitinhaber eines Eisenwarenhandels. Am 06.02.1900 wurde ihr gemeinsam Sohn Dr. Ernst Mosbacher geboren. Mit der nationalsozialistischen Verfolgung verloren beide ihre Heimat, wurden, nachdem sie 1934 nach Nürnberg gezogen waren, 1942 nach Theresienstadt deportiert und lebten dort mit mehr als 40.000 anderen Lagerinsassen unter mißerablen Lebensbedingungen. 1943 durch sie in Theresienstadt durch die Nationalsozialisten ermordet. In der Todesurkunde von Sofie wurde jedoch dokumentiert, dass sie an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben sei. Ihr Mann Josef Mosbacher starb dort am 26. Juni 1943, laut offizieller Todesurkunde, an einem Schlaganfall.

Ihr Sohn zog 1933 nach Berlin und flüchtete 1938 gemeinsam mit Frau (Grete Martha Koch) und Kind (Peter Mosbacher) nach New York.