Mascha Kaléko – weltbekannte jüdische Lyrikerin

Lizenzbestimmungen

Für alle Inhalte auf dieser Webseite gilt die Creative Commons Lizenz CC BY-NC-SA 4.0.

Zur Person

  • Geburtsdatum: 07.06.1907
  • Geburtsort: Chrzanów
  • Sterbedatum: 21.01.1975
  • Sterbeort: Zürich
  • Staatsbürgerschaften: -

Biografie

Die als Golda Malka Aufen, am 7. Juni 1907, in Chrzanów geborene Mascha Kaléko gilt als eine der wichtigsten Vertreterinnen der Alltagslyrik und der literarischen Strömung der Neuen Sachlichkeit. Ihre Gedichte verbinden sprachliche Leichtigkeit mit tiefer Nachdenklichkeit über Liebe, Verlust, Heimat und Identität. Das Thema des Exils zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Werk. Erst Jahrzehnte nach ihrem Tod erlebte sie eine große Wiederentdeckung und zählt heute zu den meistgelesenen deutschsprachigen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts.

Eines ihrer bekanntesten Sommergedichte lautet:
Ich bin der Sommer.
In erbsengrünen Hosen
und kirschrotem Wams
ziehe ich lustig einher.
Heb ich den Finger
blüh‘ n Rosen,
heb‘ ich die Hand
rauscht die Welle im Meer.
Spiel ich die Flöte,
tanzt der Delfin
duftet’s nach Wiesengrun
und Jasmin.